Gegenwart kann schnell Geschichte werden – Mayfahrt-Fabrik früher & heute

Das alte Fabrikgebäude in der Orber Straße in Fechenheim-Nord war mir schon zuvor aufgefallen, aber es gab keine Chance, auf das Gelände zu kommen… Es handelte sich um die Mayfarth-Fabrik, einen monumentalen Fabrikgeschossbau aus dem Jahre 1910, ursprünglich gebaut für die Landmaschinenfabrik Mayfarth.

Im Herbst 2008 sah ich dann zufällig beim Vorbeifahren, dass die Einfahrt offen war und offensichtlich Bautätigkeiten begonnen hatten – ich hielt an, ging hinein und erfuhr so von dem Projekt „Klassikstadt“. Nach einem längeren Gespräch mit einem sehr freundlichen Mitarbeiter stellte die Fotogenehmigung durch die Geschäftsleitung kein Problem dar. Zum Fototermin fuhren Erik und ich gemeinsam.

Die Arbeiten hatten gerade erst begonnen, so dass wir die Fabrikanlage sowohl außen als auch innen noch im ursprünglichen Zustand vorfanden. Sie beeindruckte durch die 
komplett erhaltene historische Backsteinfassade mit wunderschönen Bogenfenstern. Nachdem sie zwei Kriege unbeschadet überstanden hatte, diente sie nach Landmaschinenproduktion als Bundesdruckerei von 50 DM-Scheinen und zuletzt zur Lagerung von Uniformen des Bundeszolls. Damit die Uniformendurch den Lichteinfall nicht ausbleichen, wurden die Fensterscheiben teilweise mit blauer Farbe bemalt, was im Inneren eine besondere Wirkung hatte: Die Bogenfenster wirkten schon durch ihre Form fast wie Kirchenfenster, durch den bläulichen Lichteinfall wurde dieser Eindruck noch verstärkt.

Diese Aufnahmen sind inzwischen, obwohl erst wenige Jahre alt, historisch. Im Frühjahr 2009 machte ich noch einmal Bilder von der Baustelle im Außenbereich. Wie es heute dort aussieht, zeigen die aktuellen Bilder.

 

 

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