Menschen in der Steiermark

Ende Juni habe ich eine Woche Wanderurlaub in Bad Aussee verbracht. Bad Aussee ist eine Kurstadt mit 4884 Einwohnern im steirischen Salzkammergut und bildet den geographischen Mittelpunkt Österreichs.

Die Stadt wurde zur Alpenstadt des Jahres 2010 gekürt. Sie gilt als der Hauptort des Ausseerlandes. Als Ausseerland im eigentlichen Sinn wird das Gebiet der drei österreichischen Gemeinden Bad Aussee, Altaussee und Grundlsee bezeichnet.

Das Ausseerland ist eine eigenständige Region mit ihren kulturellen Eigenheiten. So sind Dirndl und Lederhose im Ausseerland – Salzkammergut ein Teil des täglichen Lebens. Es war Erzherzog Johann, der die Tracht im wahrsten Sinne des Wortes salonfähig gemacht hat.
Um 1820 schlüpfte er in den grauen, grün besetzten Lodenrock um so ein Beispiel der Einfachheit zu geben. Dazu trug er die „Lederne“, eine enge wildlederne Kniebundhose und die grünen handgemodelten Stutzen.
Heute ist die Ausseer Frauen-Tracht gekennzeichnet durch einen rosafarbenen Rock, grünen Leib und lila Schürze, die an Feiertagen schwarz sein sollte. Die Herren tragen eine handgenähte Lederhose (die Generationen überdauert), handgemodelte grüne Stutzen und einen grauen oder grünen Spenzer.
Die einheimische Bevölkerung trägt auch noch heute mit Stolz die Tracht in verschiedenen Variationen. Das geschieht nicht, um den Gästen Folkloristisches zu bieten, sondern aus der ehrlichen Verbundenheit zur Heimat. Auch viele junge Leute tragen sie nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern im Alltag.

Dies habe ich fotografisch festgehalten. Die Bilder zeigen Menschen beim Einkauf auf dem Wochenmarkt, im Café, beim Pfarrfest und einfach auf der Straße. Dabei hat mich nicht nur das „Ausseer Gwand“ interessiert, sondern vor allem auch die Menschen selbst. Insbesondere bei den Älteren entdeckte ich sehr ausdrucksstarke Gesichter.

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