Schüsse aus dem Hintergrund – als Assistent beim Foto-Shooting

Um es gleich klar zu stellen: Natürlich habe ich nicht heimlich fotografiert! Wir, also Erik und ich, waren kürzlich zu einem Foto-Shooting verabredet. Es ging um Tango, also hatten wir ein weibliches und ein männliches Model.

Beide kannten sich und hatten auch zuvor schon miteinander getanzt. Da es hauptsächlich Eriks‘ Projekt war, fungierte er als „Hauptfotograf“, während ich als „Assi“ in erster Linie für das Drumherum zuständig war. Also Hilfe beim Auf- und Abbau des Equipments, bei Lichttests etc.

Dabei zeigte sich, dass die Kombination aus einem Fotografen und einem Assistenten ideal ist. Der Assistent kann sich nämlich auch um die Models kümmern, sie bei Kleiderauswahl und make-up beraten und einfach mal Blödsinn machen, um die Atmosphäre zu lockern – denn natürlich ist jeder, der nicht Profimodel ist, erst einmal ziemlich aufgeregt. Währenddessen kann sich der Fotograf voll auf seinen „Job“ konzentrieren. Und die Models sind dann, wenn es losgeht, auf ihn konzentriert. Sie nehmen den Assistenten, der sich unauffällig im Hintergrund postiert und ebenfalls Bilder macht, kaum wahr. Das hat den Charme, dass sie sich von der Person im Hintergrund unbeobachtet fühlen.

So konnte ich einige Momente einfangen, die sicher nicht gelungen wären, wenn ihnen in dem Moment bewusst gewesen wäre, dass ich auf den Auslöser drücke.

Der Nachteil war, dass ich nicht auf die Blitzanlage zugreifen, sondern nur mit dem vorhandenen Licht arbeiten konnte. Daher musste ich den ISO-Wert hochschrauben, was Bildrauschen zur Folge hatte. Das Entfernen des Rauschens führt zu einem Weichzeichnungseffekt. Durch die grenzwertig langen Belichtungszeiten entstand bei einigen Aufnahmen Bewegungsunschärfe, die beim Tanzen ja durchaus gut kommt.  Bei einem Bild drückten wir zufällig beide synchron ab, wodurch es stark überbelichtet wurde (siehe Galerie). Aber ich finde, auch dieses Bild hat seinen Reiz.

Der Vorteil der Unabhängigkeit von der Blitzanlage war, dass ich nicht auf die Position der Models zum Licht achten musste, sondern sie auch aus anderen Winkeln aufnehmen konnte.

Im Nachhinein waren jedenfalls beide sehr erfreut darüber, dass sie nun gleich doppelt Bilder hatten – die eigentlich geplanten und die Schnappschüsse.

Liebe Maria, lieber HeJo, ihr wart super! Und ich denke, ich kann für uns alle vier sprechen, wenn ich sage: Das war ein toller Nachmittag.

 

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