Zechen Zollverein und Nordstern

Nun einmal einige Architektur-Aufnahmen aus meiner „alten Heimat“, dem Ruhrgebiet. Leider war ich nur im Rahmen einer beruflichen Veranstaltung dort und hatte deshalb viel zu wenig Zeit zum Fotografieren.

Die Zeche Zollverein war ein von 1847 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Sie ist heute ein Architektur-Welterbe und Industriedenkmal, das seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Zollverein ist die wohl bekannteste Zeche im Ruhrgebiet und Symbol der Route der Industriekultur. Auf Zollverein befindet sich seit 2006 die größte freistehende Rolltreppe Deutschlands (Gewicht 220 Tonnen – 2 Gangways mit je 250 Stufen – Höhe 24 Meter – Länge 58 Meter – Fahrzeit 90 Sekunden). Sie befördert Besucher in die zum Ruhrmuseum umgebaute Kohlenwäsche. Außerem gab es dort gerade die temporäre „Tower“-Installation: Ein fast 20 m hoher „Turm“ erzeugte vier Regenwände und liess 25.000 Liter Wasser pro Minute herunterprasseln.

Nicht ganz so bekannt ist die Zeche Nordstern, ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Gelsenkirchen. 1857 begann das Abteufen, die Erschließung der Schächte. Die damals nördlichste Zeche im Revier erhielt dann 1865 den klangvollen Namen „Nordstern“. Nach über 130 Jahren Kohleförderung erfolgte 1993 die letzte Grubenfahrt. Die Schachtanlage 1/2 ist nahezu komplett erhalten geblieben und beherbergt den Nordsternpark. Er war einer der sieben Hochpunkte des Kulturhauptstadtjahres 2010 in der Metropole Ruhr. Der denkmalgeschützte Turm von Schacht II der Zeche Nordstern wurde im Rahmen dieses Projektes mit einem gläsernen Kubus ausgebaut. Oben, am Rand des Kubus, steht seit Dezember 2010 die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Herkules-Statue des Bildhauers Markus Lüperz, die aus 244 einzelnen Aluminiumgussteilen besteht.

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