Thüringer Wald – vom Kickelhahn zum Bunkermuseum

Der Kickelhahn ist ein Berg am Nordrand des mittleren Thüringer Waldes und der Hausberg der Stadt Ilmenau. Er bietet einen herrlichen Ausblick auf die Höhen des Thüringer Waldes und ist durch Aufenthalte von Johann Wolfgang von Goethe bekannt, der dort sein Gedicht “Wandrers Nachtlied” verfasste. Der Name “Kickelhahn” geht wohl auf die volkstümliche Bezeichnung für den Auerhahn zurück.

In der Nähe am Rennsteig, auf dem Weg nach Zella-Mehlis, entdeckten wir zufällig ein Hinweisschild zum “Bunkermuseum”.  Dieses Museum wird vom Waldhotel Rennsteighöhe betrieben, wo wir auch noch eine Führung buchen konnten. Während eine Vielzahl von Bunkern als Gefechts- und Schutzanlagen erbaut wurden, handelt es sich bei dieser Anlage  um einen Führungsbunker, ähnlich denen, die schon im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen. Im Ernst- bzw. Kriegsfall sollte er der Bezirkseinsatzleitung des Ministeriums für Staatssicherheit zur Gewährleistung ihrer Führungsaufgaben dienen. In der Zeit des kalten Krieges erbaut, verfügte der Bunker über modernste Nachrichtentechnik, eigene Stromversorgung, Telefon, Fernschreiber, mobile Funktechnik und diverse Abhöreinrichtungen. Diese Anlagen sind teilweise noch heute im Original zu besichtigen. Bei der Besichtigung beschleicht einen schon ein beklemmendes Gefühl, was wohl auch auf den Fotos vermittelt wird.

Letzte Station war Meiningen, mit einer wirklich sehenswerten Altstadt und Schloss Elisabethenburg, wo allein schon das Schlosscafé mit seinem prächtigen historischen Ambiente einen Besuch wert ist. Vom Caféa aus hat man auch einen schönen Blick in den Innenhof und auf die Schlossanlage. Im Schlosshof ist der “Engel im Scherbenkleid”, ein mit Porzellanscherben, Tassen Tellern u.a. gestalteter “Mosaik-Trabant” ein echter Hingucker.

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