Goldmarie & Pechmarie

Vielleicht einnert ihr euch an das Märchen von dem armen Waisenmädchen Marie, das zu seiner Tante Berta geschickt wird. Hier wird sie  wird von Berta und ihrer faulen Tochter, die ebenfalls Marie heißt, schikaniert. Dann lässt der Landesfürst einen Wettbewerb ausrufen, bei dem diejenige gekürt werden soll, die das schönste Garn spinnen kann. Goldmarie soll deshalb Tag und Nacht am Brunnen vor dem Haus für die Tochter der Tante Garn spinnen, damit diese Fürstliche Hofschneiderin werden kann. Dabei verletzt sich Marie an der Spindel und das Garn auf der Spule durchtränkt sich mit ihrem Blut. Als Marie sie im Brunnen reinigen will, fällt die Spule hinein, und die Tante besteht darauf, dass Marie die Spule wieder aus dem Brunnen heraufholt. Auf einer goldenen Leiter, die plötzlich aus dem Brunnen ragt, steigt sie hinunter und betritt Frau Holles Reich. Dort erfüllt sie die Bitte eines Apfelbaums, ihn zu schütteln und der Brote im Backofen, sie herauszuholen. Frau Holle empfängt sie in ihrem Schloss und bittet sie, in ihren Dienst zu treten. Marie hilft ihr beim Wettermachen, lässt es regnen, schneien, die Sonne scheinen und den Wind blasen. Als das junge Mädchen Heimweh bekommt, darf sie zurück in die Welt. Als Belohnung für ihre Dienste wird sie mit Gold überschüttet, so dass ihre Kleider aus reinem Gold sind und erhält ihre Spule, jetzt ebenfalls aus Gold, mit einem feinen silbernen Garn zurück. Bertas Tochter soll nun auch zu solchem Reichtum kommen. Sie verletzt sich absichtlich an der Spindel, wirft die Spule in den Brunnen und steigt auf der goldenen Leiter hinunter. In Frau Holles Reich weigert sie sich, den Apfelbaum zu schütteln und das Brot aus dem Ofen zu holen. Bei Frau Holle angelangt, wird sie in ihre Aufgaben eingewiesen. Sie ist aber zu faul und macht ihre Arbeit so liederlich, dass das Wetter völlig durcheinandergerät. Als sie von Frau Holle entlassen wird und ihre Belohnung fordert, wird sie mit Pech überschüttet…

Wie setzt man den Gold- und Pechregen fotografisch um? Ich kaufte 2 Fransenvorhänge, wobei die Fransen des schwarzen Vorhangs sehr dünn waren, man musste sie in dickeren Strängen zusammenfassen. Der goldene bestand aus glänzenden Folienstreifen, wie Lametta. Zweite Möglichkeit: Konfettikanonen. Die schwarzen nahm ich in Form von Rosen-Blütenblättern, die sich leider beim Abschießen nicht gut entfalteten. Gold funktionierte prima. Bei meiner Recherche zum Thema Pech fand schließlich noch ich den guten alten slime. Früher, zu meiner Kinderzeit, gab es den in einem giftigen Grün, heute sind alle möglichen Varianten erhältlich. Man findet im Internet auch jede Menge Rezepte, wie man den Schleim selbst herstellen kann, ich habe aber doch lieber fertigen genommen. In Schwarz kommt er Pech schon sehr nahe. In Gold könnte man stattdessen Honig verwenden, was aber eine ziemlich klebrige Angelegenheit wäre..

Den Folienshooting-Aufbau haben wir gleich stehen gelassen, weil dieses Shooting eine Woche später stattfand, und anstelle der Folie 2 Stoffbahnen – 1 schwarz, 1 gold – aufgehängt, wobei die ganz in schwarz gekleidete Pechmarie vor der goldenen Seite stand und Sue M. als Goldmarie im langen goldenen Paillettenkleid vor der schwarzen.

Für die Modelle hatte ich mit Nelli eine tolle Visa gefunden. Über die doch recht aufwendige Visagistik berichte ich in einem der nächsten Artikel.

Zunächst einmal 1000 Dank an alle Beteiligten für ihr Engagement! Dass wir auch eine Menge Spaß hatten, sieht man am letzten Bild.

 

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