Ischia
Nach der Rundreise durch Kampanien haben wir nach Ischia übergesetzt und die Insel in Eigenregie erkundet. Einen Mietwagen braucht man dafür nicht – die Insel ist klein und man kommt mit den öffentlichen Bussen gut und preiswert überall hin. Besonders sehenswert:
– das Castello Aragonese: 113 Meter hoch auf einer Felseninsel befindet sich die Festung „Castello Aragonese“. Diese ist somit bei einem Streifzug durch Ischia nicht zu übersehen. In der Festung lebten zahlreiche Eroberer und Besetzer, später auch Nonnen und Mönche. Ihr könnt das heute im Privatbesitz gehörende Gebäude regelmäßig besichtigen. Euch erwartet hier unter anderem eine Nonnengruft, in der die einstigen Bewohner nach ihrem Tode auf ungewöhnliche Art bestattet wurden. Die Leichname wurden aufrecht in einen in die Wand gemauerten Sessel gesetzt, um dort zu verwesen. Neben der Nonnengruft könnt ihr beispielsweise eine Krypta aus dem 14. Jahrhundert mitsamt ihren Fresken bestaunen: die Cattedrale dell’Assunta.
– die Giardini de Mortella: La Mortella (italienisch: Ort der Myrten) ist ein Anwesen mit einem kunstvoll angelegten Park in Forio-San Francesco und wurde 1991 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es stand ursprünglich im Eigentum des englischen Komponisten William Walton und seiner aus Argentinien stammenden Frau Susana (1926–2010),die den Garten errichtete. Im Jahr 2004 wurde der Park mit dem ersten Preis „Il Parco Più Bello d’Italia“ (der schönste Park Italiens) im Wettbewerb mit über 100 anderen Gärten ausgezeichnet. Der gesamte Park erstreckt sich auf etwas über 2 ha und bietet Raum für über 3000 verschiedene Pflanzen.
– Mit Blick aufs Meer, das sie von drei Seiten umgibt, hat auch die Chiesa del Soccorso, eine kleine Augustinerkirche, einen äußerst idyllischen Platz. Es handelt sich um ein im 14. Jahrhundert erbautes Gebäude mit auffällig weißer Fassade, deren Farbe und Architektur so beeindruckend ist, dass sie bereits Teil vieler Filme war.
– „Fungo Di Lacco Ameno“: Ein natürliches Wahrzeichen Ischias im Hafen von Lacco Ameno nordwestlich der Insel. Es ist ein Fels, der in Form eines riesigen Pilzes heranwächst und daher den genannten Namen (deutsch: „Pilz von Lacco Ameno“) trägt. Von Weitem wirkt die Felseninsel wie ein absichtlich durch Menschenhand geformtes Kunstwerk aus Beton. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen durch einen Vulkanausbruch losgelösten und von den Meereswellen gestalteten Felsen, der nun scheinbar seinen ewigen Platz im Hafen gefunden hat.
– Fumarolen: Eine Fumarole (von lateinisch fumus „Rauch“) ist eine kleine Öffnung im Erdboden in vulkanisch aktiven Gebieten, aus der Wasserdampf und heiße Gase entweichen.
















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