Märchenszenen aus „Die Nixe im Teich“

Die Nixe im Teich ist ein nicht ganz so bekanntes Märchen der Gebrüder Grimm, das ich so kurz wie mögich zusammenfasse: Eine Nixe verspricht einem verarmten Müller Reichtum, wenn er ihr das gibt, „was eben in deinem Haus jung geworden ist“. Nun hatte die Frau des Müllers gerade einen Knaben geboren. An seinem Reichtum konnte der Müller sich nicht ungestört freuen: die Zusage, die er der Nixe getan hatte, quälte sein Herz. Sooft er an dem Teich vorbeikam, fürchtete er, sie möchte auftauchen und ihn an seine Schuld mahnen. Den Knaben selbst ließ er nicht in die Nähe des Wassers. Doch als die Zeit verging und die Nixe sich nicht wieder zeigte, fing der Müller an sich zu beruhigen.
Der Knabe wuchs zum Jüngling heran und kam bei einem Jäger in die Lehre. Als er ausgelernt hatte und ein tüchtiger Jäger geworden war, nahm ihn der Herr des Dorfes in seine Dienste. In dem Dorf war ein schönes und treues Mädchen, das gefiel dem Jäger, und als sein Herr das bemerkte, schenkte er ihm ein kleines Haus; die beiden hielten Hochzeit, lebten ruhig und glücklich und liebten sich von Herzen. Doch einmal verfolgte der Jäger ein Reh. Er bemerkte nicht, dass er sich in der Nähe des gefährlichen Weihers befand, und ging, nachdem er das Tier ausgeweidet hatte, zum Wasser, um seine mit Blut befleckten Hände zu waschen. Kaum aber hatte er sie hineingetaucht, als die Nixe emporstieg, ihn lachend mit ihren nassen Armen umschlang und so schnell hinabzog, dass die Wellen über ihm zusammenschlugen.

Die unglückliche Frau des Jägers begegnet einer weißhaarigen Alten, die ihr zunächst rät, ihr Haar bei Vollmond am Teich mit einem goldenen Kamm zu kämmen. Hier beginnt die Foto-Inszenierung. Nachdem die Frau sich gekämmt hat, steigt der Kopf des Jägers aus dem Wasser empor, verschwindet aber mit der nächsten Welle wieder. Sie sucht abermals die alte Frau auf, die ihr eine goldene Flöte gibt, auf der sie, wiederum bei Vollmond, ein Lied spielen soll. Daraufhin kommt der Mann bis zur Hälfte des Leibes aus dem Wasser und breitet voll Verlangen seine Arme nach ihr aus, aber eine zweite Welle rauscht heran, bedeckt ihn und zieht ihn wieder hinab. Aller guten Dinge sind im Märchen bekanntlich drei, so so spinnt die junge Frau schließlich mit einem goldenen Spinnrad am Teich. Nun steigt der ganze Leib des Mannes in die Höhe und er kann sich ans Ufer retten. Das Märchen geht noch weiter, bis die beiden endlich wieder zueinander finden, aber an diesen Punkt habe ich das „Happy End“ gesetzt.

Einen Kamm und eine Flöte aufzutreiben und mit Goldfarbe anzupinseln war kein Problem. Ein goldenes Spinnrad wäre dann doch zu aufwendig gewesen, deshalb habe ich mich auf die ersten beiden Szenen und das glückliche Ende beschränkt.

Ich hatte doppelt Glück – zum einen, mit „Sabora“ und ihrem Mann 2 perfekt passende Modelle zu finden und zum anderen Mitte September noch einen richtig warmen Spätsommertag mit angenehmen Wassertemperaturen zu erwischen. Die geeignete Stelle an der Grube Prinz von Hessen hatte ich mir vorher schon ausgeguckt, an der auch die Sonne am Nachmittag so stand, dass das Wasser glitzerte und Saboras unglaublich lange Haare von hinten schön angeleuchtet wurden.

Trotz des tollen Wetters war an der Grube kaum etwas los. Vor längerer Zeit hatte ich schon mal ein Shooting dort und festgestellt, dass die Atmosphäre absolut entspannt ist.

Nicht ganz trivial war es, den richtigen Bildausschnitt zu finden, dafür musste ich teilweise (bis zu den Knien) auch ins Wasser. Bei den Bildern, auf denen beide zu sehen sind, war vom Ufer aus der Jäger zu klein und schien viel weiter weg als er tatsächlich war. Um ihn zu beleuchten, musste ich ein Galgenstativ über der Wasseroberfläche ausfahren, damit der Blitz nah genug war. Für die Frau habe ich einen Aufsteckblitz verwendet.

Zum Schluss, nachdem die Märchenszenen im Kasten waren, habe ich noch Portraitaufnahmen gemacht.

Ganz lieben Dank an meine beiden sympathischen & engagiertem Modelle! Und wer jetzt neugierig geworden ist und das ganze Märchen lesen möchte:

https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_nixe_im_teich

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