Pechmarie: Visagistik Mann zu Frau

Vielleicht haben einige beim Betrachten der Bilder von Pechmarie ein wenig gestutzt – nun lüfte ich das Geheimnis: In der Rolle der Pechmarie fungierte Erik! 🙂

Bei der Idee zu dem Shooting hatte ich ihn spontan gefragt, ob er es machen würde und er sagte sofort zu. Das hat eine Vorgeschichte – wir hatten schon vor längerer Zeit herumgesponnen, ob und wie man ihn zur Frau stylen könnte. Als wir dann im letzten Jahr zu einer Gothic-/Mittelalterparty eingeladen waren, nutzten wir diese Gelegenheit.  Die Gastgeberin hatte ihm gesagt, er könne auch im Rock kommen. Dabei dachte sie an einen Schottenrock – und wir dachten: Das wird eine Überraschung für alle anderen… 😉

Es bedarf schon umfangreicher Recherche und diverser Anschaffungen (Kleidung, Fake-Brüste, Perücke, Schuhe und Strümpfe, Make-up) und Erik ist Perfektionist – es sollte möglichst echt und gut aussehen, nicht billig.  Und es ist ihm super gelungen! Auf der Party, erkannte ihn niemand und auf größere Entfernung konnte man ihn ohne weiteres für eine Frau halten. Und sein Talent, sich sehr elegant auf high heels zu bewegen, wurde allseits bewundert. Aufgrund dessen war für mich  gleich klar, dass er auch eine tolle Pechmarie abgeben würde. Doch diesmal war eine Visagistin mit dabei, und wir waren beide gespannt wie sie diese Aufgabe, einen Mann zur Frau zu schminken lösen würde.

Als Vorbereitung braucht es natürlich eine sehr gründliche Rasur – dabei spreche ich jetzt nur von Barthaaren, nicht von Körperbehaarung. Letztere kann man durch Kleidung verdecken (blickdichte Strümpfe, lange Ärmel), man muss sich also keine Ganzkörperrasur antun. Eine Langhaarperücke lenkt von breiten Schultern ab, ein Korsett formt eine weibliche Taille und in high heels hat Erik beneidenswerte Beine…

Die Visagistik nahm gut 2 Stunden in Anspruch, aber der Aufwand lohnt sich. Der „Trick“ – das hatten wir für die Party auch gemacht – ist dasselbe Prinzip wie „dogde & burn“, also Gesichtspartien, die eher in den Hintergrund treten sollen (z. B. das männlich markante Kinn), abdunkeln und andere Bereiche wie die Augenpartie durch Aufhellen hervorheben. Nelli klebte ihm darüber hinaus künstliche Wimpern an, was einen tollen Effekt erzielt. Im Anschluss schminkte und frisierte sie Sue M., mit ebenfalls tollem Ergebnis.

Spannend ist,  dass man sich in der Rolle des anderen Geschlechts ganz automatisch anders bewegt. Darüber könnte ich längere Abhandlungen schreiben… jedenfalls gibt es „demnächst in diesem Theater“ auch die umgekehrte Variante, also mich als Kerl.

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